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Review: GTA IV: The Lost and Damned - Liberty City Rocks!

Cougar |

GTA IV: The Lost and the Damned
Es ist mal wieder soweit, ein weiteres Review steht an und heute geht es in die fiktive Stadt Liberty City in der sich Motorrad-Rocker und Vizepräsident von The Lost Johnny Klebitz den Frust von der Seele ballert.

Geschichten…

…finden wir alle toll, vor allem, wenn sie gut erzählt sind. Bei der GTA-Reihe gab es bisher kaum zweifel, dass genau das in der Regel der Fall ist.

Ihr schlüpft in die Rolle des Johnny Klebitz, der als Vize-Präsident am Anfang der Geschichte die Motorrad-Gang “The Lost” anführt. Sein Führungsstil zeichnet sich durch Planung und Struktur aus, während Präsident Billy und somit rechtmäßiger Anführer von “The Lost” seine Mannen ein bisschen wie ein zorniges kleines Kind regiert. Rache und Biker-Ehre sind seine Motivation.

Als Billy von einer staatlich verordneten Entziehungskur zurückkehrt und das Zepter wieder in die Hand nimmt, fallen die Biker schnell wieder in alte Muster zurück, zetteln Bandenkriege an und Plündern. Das wars also vorerst mit Johnnys Führungsstil und offensichtlich auch mit dem Frieden innerhalb der Gruppe.

Die zwischen Billy und Johnny entstehenden Spannungen und Anfeindungen werden immer offener und aggressiver…

Interessanter Part der Storyline ist die Begegnung mit alten Charakteren unter anderem Niko Bellic und die Tatsache, dass Johnnys und Nikos Stories sich parallel zueinander abspielen, was das im einzelnen bedeutet will ich an dieser Stelle aber nicht spoilern.

GTA IV: TLD GTA IV: TLD GTA IV: TLD GTA IV: TLD

GTA IV: TLD

Gameplay…
…as usual. Es sind zwar einige Features hinzugekommen, aber am Gründgerüst hat sich tatsächlich nicht viel getan, was auf der einen Seite gut ist und auch zu erwarten war, auf der anderen Seite aber auch wieder ganz deutlich macht, was bei GTA IV schon nicht so toll war.

Der Fokus im AddOn liegt natürlich auf dem Motorrad fahren, was zwar im Gegensatz zum Hauptsspiel verbessert wurde aber stellenweise immer noch nervig und anstrengend ist. Vollgas in der Stadt solltet ihr definitiv vermeiden, weil das meist auf dem Boden vor einem Baum oder Auto und dann auf dem Boden endet. Man hat ständig das Gefühl, dass das Feedback vom Bike nicht so ist, wie es sein sollte, wenn man z.B. in eine Straße abbiegen will. Trotzdem im Vergleich zu GTA IV hat sich da einiges getan und die Motoräder sind insgesamt leichter zu steuern.

Das Waffenarsenal hat sich auch ein wenig vergrößert, so steht euch jetzt eine abgesägte Schrotflinte zur Verfügung, die es möglich macht wie Gouvernator Arnold himself in seiner Rolle als Terminator vom Bike aus, Gegner mit einer höheren Feuerkraft zu erledigen. Bis jetzt war das immer nur mit Pistolen oder Maschinenpistolen möglich und hat die eine oder andere Mission zu einer nervigen Syssiphus-Aufgabe gemacht. So eine Schrotflinte hat eben mehr “Bums”.
Eine weitere neue Waffe ist der Granatwerfer, mit dem man so manche enge Situation sehr schnell und sehr eindeutig für sich klären kann. Rohrbomben eine automatische 9mm und eine Auto-Shotgung runden das neue Arsenal ab und versprechen immer die richtige Waffe in der richtigen Situation zu haben.

Zum hämmernden Sound der neuen Waffen hört man dann auch neue Sendungen und Musik im Radio, die entsprechend der Thematik sehr metal-/rocklastig daher kommen und immer für das entsprechende “Ambiente” sorgen. Interessanter Fakt an dieser Stelle ist, dass Sepultura Frontman Max Cavalera auf dem Sender LCHC eine Death Metal Sendung moderiert.

Gang Wars ist ebenfalls ein neues Feature und erinnert an GTA San Andreas oder Saints Row, wo es die Aufgabe des Spielers ist ein gewisses Gebiet von Gegnerischen Banden zu befreihen. Die einzigen wirklichen wiedersacher im Spiel stellen allerdings die “Angels of Death” eine befeindete Motorrad Gang und die chinesischen Triaden im Spiel dar. Dieses Gang Wars gehen meist recht schnell vonstatten, sind kurzweilig und sorgen dafür, dass bestimmte Mitglieder eurer Gang ihre Fähigkeiten im Kampf steigern.
Wenn ihr mal in der Bredouille steckt könnt ihr diese dann je nach Mission als unterstützung anfordern.

Airhockey, Armdrücken und High-Lo-Card sorgen dafür, dass ihr von eurem harten Biker Alltag entspannen könnt. Diese Minigames ergänzen die Schon bekannten Billard, Bowling und Dart und sind, wie ich finde, eine ganz nette Ergänzung zum Spiel, wenn auch relativ überflüssig.


Netter Look…
GTA IV: The Lost and Damned sieht wirklich gut aus und wurde grafisch im Vergleich zu GTA IV nocheinmal aufgebohrt. Darüber hinaus scheint das Design einiger Fahrzeuge verändert und auch die Form der Autos sieht “natürlicher” aus. Mit Weichzeichner und einem Filter, der eine grobe Filmkörnung suggeriert wirkt das Spiel fast ein bisschen wie ein Film gerade, wenn man in einem Taxi durch die Stadt fährt und sich an der großartigen optik erfreut.

Negativ aufgefallen ist allerdings, dass genau diese grobe Körnung bei einigen Schatten oder Texturen für Fehler sorgt, die sich dann und wann durch unschönes Flimmern bemerkbar machen.

Nichtsdestoweniger ist die Grafik alles in allem sehr gut und gibt einem das Gefühl, dass Rockstar sich auch für das AddOn nochmal richtig Gedanken gemacht hat.

Hört sich gut an…?!

…ist es auch. Der Sound hat sich nicht in im Großen und Ganzen geändert, er wurde lediglich der Situation angepaßt, aber mehr habe ich auch nicht erwartet und brauche ich auch nicht. Es gibt nun mal Dinge oder Geräusche, die sich nicht verändern und dazu gehört eben auch Großstadtlärm im Allgemeinen.

Sie Synchro ist genial wie immer und füllt die Charaktere mit Leben. Jede Stimme paßt zum jeweiligen Charakter und man vergisst schnell, dass es nicht die Charaktere selber sind, die gerade reden. Das ist ja bei einigen Spielen auch ganz anders.

Einziges Manko, einige der Waffen klingen ein bisschen Flach, was in der Realität vielleicht wirklich so ist, aber das ist ein Spiel um Gottes Willen und da muss sich eine Shotgun anhören, wie ein Donnerschlag und nicht wie eine Blechtrommel. Aber auch das ein Fehler, über den man ob der restlichen sehr guten Soundkulisse gerne hinweg sieht.

Es lohnt sich…
…Wirklich! Ich habe schon einige Stimmen gehört, die sich darüber beschwert haben, dass ihnen 20 Euro für ein AddOn zuviel sind. Denen würde ich normalerweise beipflichten, nicht dieses Mal. GTA IV: The Lost and Damned ist in meinen Augen ein eigenständiges Spiel mit einer Gesamtspieldauer von 8-10 Stunden gibt es im Vergleich Vollpreisspiele, die wesentlich weniger zu bieten haben.

Was mich besonders überrascht hat, ist dass soviele Neuerungen eingebaut wurden, die Grafik verbessert wurde und sogar die Story in sich stimmig ist. Dass man das eine oder andere Mal Niko Bellic sieht, wie er am Anfang durch die Straßen läuft, während ihr gerade mit eurer Gang an ihm vorbeifahrt oder wie ihr versucht mit ihm zusammen einen Deal einzufädeln. Das ganze wirkt so rund, dass man Lust bekommt noch mehr Stories der Kleinkriminellen aus Liberty City zu spielen und gar nicht traurig ist, dass nun vorerst doch kein fünfter Teil von GTA angekündigt wurde. Dafür haben wir es hier mit einem wirklich umfangreichen und sehr schönen GTA 4.5 zu tun welches jeden Euro wert ist.



(alle Screenshots im Artikel via XBOX Dynasty.de)

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